Howard Marks verlässt die Bühne...

(* 13. August 1945, † 10. April 2016)

The Way of Life, or the Highway of Life. Was bleibt, was bleibt sind Erinnerungen, an einen Publizisten, Aktivist, charismatisch und einnehmenden sympathischen, schlitzohrigen Menschen. Howard konnte die Massen bewegen, nicht nur im Dope Bereich, insbesondere hatte er die Gabe auf Menschen zu wirken.

In einem Interview beschrieb sein Freund James Brown, Marks „war ein Volksheld der Moderne“. Das Volk mochte ihn, da er dem Establishment trotzte. Er wandte niemals in seiner gesamten Schmuggler-Karriere Gewalt an. Ich hatte das Glück, ihn als Entertainer, Proformer und Schriftsteller kennenlernen zu dürfen. Seine Live-Shows als Redner waren legendär.

In einer Unterhaltung mit Craig Lovato, sagte dieser zu mir, ich mochte Marks und seine Art, ich ging nur meinem Job bei der DEA nach. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich ihm einen Drink schulde. Jahre vor seinem Tod, erfuhr ich durch meinen Freund Frank Steffan, das bei Howard Krebs diagnostiziert wurde. Es begann ein Leidensweg mit Höhen und Tiefen.

Howard kompensierte dies mit seiner positiven Einstellung zum Leben. Als ich nach langer Zeit, ein Foto von ihm sah, sein volles Haar schwand, das Gesicht von der Krankheit eingefallen, war ich erschrocken und betroffen zugleich. Die Krankheit nahm seinen Lauf.  Frank meinte damals „Mefa du wirst sehen, Howard überlebt uns alle“.

Wenn man aber von seinem Tot erfährt, dann fallen einem nicht nur die Meilensteine seines zweifelsohne bemerkenswerten Lebens ein. Es sind nicht nur die bekannten Geschichten, ich frage mich, wieviel Geschichten in einem Howard Marks alias Mr Nice „wirklich“ stecken, denn ich habe sein Buch „Mr Nice“ mehrmals gelesen.

Wieviel Geschichte, nahm Howard mit ins Grab, wieviel Geschichte durfte er wegen juristischer Verfolgung nicht erzählen/schreiben. Damit meine ich keineswegs körperliche Gewalt oder ähnliches, ich denke oder meine, Ereignisse, die wir alle im Laufe unseres Lebens vergessen, insbesondere bei einem sehr turbulenten Leben wie es Howard gelebt hatte.

Gerne hätte ich Franks Worten Glauben schenken wollen, aber die Realität sah leider anders aus…